ABA - Abschließende Arbeiten am BRG 1

Themen (Jahrgang 2025/26)
  • Lampenfieber – Ursachen, sowie Strategien zur Bewältigung Felix Benetka Abstract

    Diese abschließende Arbeit beschäftigt sich mit dem Phänomen Lampenfieber und untersucht dessen Symptome, Auswirkungen sowie mögliche Einflussfaktoren und Bewältigungsstrategien. Ziel dabei ist es, ein umfassendes Verständnis dafür zu entwickeln, wie Lampenfieber entsteht, wie es sich äußert und inwiefern es die Leistungsfähigkeit bei Auftrittssituationen beeinflusst. Um mir ein besseres Bild über einzelne Themenbereiche zu verschaffen, habe ich eine Umfrage zum Thema Lampenfieber durchgeführt, sowie ein Interview mit einem ehemaligen Schauspieler geführt. Den Beginn der Arbeit bildet eine Definition des Begriffs Lampenfieber, anschließend werden Mythen zur Entstehung sowie Bekämpfung von Lampenfieber genannt und erläutert. Um eine strukturierte Analyse zu ermöglichen, müssen die Begriffe, Symptome und Auswirkungen klar voneinander abgegrenzt werden. Dabei wird zwischen unmittelbar auftretenden körperlichen und psychischen Reaktionen sowie deren Folgen auf Verhalten und Leistung unterschieden. Zusätzlich werden soziale Einflüsse wie Publikum, Erwartungsdruck und Bewertungsangst als zentrale Auslöser und Verstärker von Lampenfieber analysiert. Die Arbeit beleuchtet zudem psychologische Erklärungsansätze, wie etwa die Rolle von Stressreaktionen, erhöhter Erregung und dissoziativen Phänomenen wie Depersonalisation. Abschließend werden langfristige als auch kurzfristige Strategien zur Reduktion von Lampenfieber vorgestellt, darunter Vorbereitung, Übung, Routine sowie Entspannungsmaßnahmen. Die Ergebnisse zeigen, unter anderem, dass Lampenfieber ein vielschichtiges Phänomen ist, das sowohl leistungshemmend als auch leistungsfördernd wirken kann und durch gezielte Maßnahmen kontrollierbar ist. Einen besonderen Dank möchte ich meiner Betreuerin Mag. Ulrike Sailer und meinen Eltern bedanken, die mir bei jeder Frage mit Rat und Tat zur Seite standen.

  • Die Zukunft des österreichischen Pflegesystems am Beispiel Niederösterreich Florian Dorfer Abstract

    In dieser Arbeit werden die Herausforderungen, mit denen das Pflegesystem derzeit kämpft und vor allem in Zukunft kämpfen werden muss, untersucht. Um das Thema einzugrenzen wird der Fokus auf das Pflegesystem in Niederösterreich gelegt. Damit im Laufe der Arbeit keine fachli- chen Unklarheiten aufkommen, werden zu Beginn einige Bereiche des Pflegesystems vorgestellt. Dies geschieht in Form eines Überblicks, der den Begriff der Pflege, die Formen der Pflege, eine Vorstellung der Landesgesundheitsagentur, verschieden Berufe und deren Aufgabenbereiche so- wie die Finanzierung, umfasst. Mithilfe von Experteninterviews, mit dem Gesundheitsökonomen und Arzt Ernest Pichlbauer, dem Geschäftsführer der Region Waldviertel Andreas Reifschneider und zwei Pflegemanagerin- nen, sind die größten Herausforderungen für die Pflege ausgearbeitet worden. Diese betreffen die folgenden Bereiche von dem Demographischen Wandel, welcher im Folgenden genauer be- schrieben wird, die Finanzierung, die Leistbarkeit, der Mitarbeitermangel, weniger werdende An- gehörigenpflege, unzureichende Angebote für Primary Nursing, das veraltete System der 24- Stunden-Pflege, schwache Digitalisierung und bürokratische Hürden zusammen. Bei einigen Hürden wird bereits an Lösungsansätzen gearbeitet: Es wird in Zukunft mehr Geld in die Pflege fließen, Angebote um in den Pflegeberuf einzusteigen werden attraktiver gestaltet und hilfestel- lende Technologien werden entwickelt. Sollten diese Änderungen in Zukunft, gemeinsam mit weiteren Reformen, effektiv durchgesetzt werden, würden die Experten das österreichische Pflegesystem nicht in Gefahr sehen, andern- falls steuert Österreich mutmaßlich auf ein Zwei-Klassen-System zu.

  • Johanna Dohnal als Pionierin im Kampf für Frauenrechte Silvia Ercse Abstract

    Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung der Frauenrechte und setzt sich mit Johanna Dohnal als zentrale Persönlichkeit im Kampf für Gleichberechtigung in Österreich auseinander. Sie beleuchtet den historischen Hintergrund der Frauenbewegung und zeigt auf, welchen sozialen und rechtlichen Ungleichheiten Frauen über lange Zeit ausgesetzt waren. Im Mittelpunkt steht das politische Wirken Johanna Dohnals als Staatssekretärin für Frauenangelegenheiten und als erste Frauenministerin Österreichs. Thematisiert werden ihre wichtigsten Erfolge, darunter Reformen im Familien- und Sozialrecht, Maßnahmen gegen Gewalt an Frauen, die Einführung von Frauenhäusern sowie ihre Rolle bei der Fristenregelung. Außerdem werden die Widerstände und Herausforderungen dargestellt, mit denen sie in Politik und Gesellschaft konfrontiert war. Abschließend wird aufgezeigt, dass Johanna Dohnals Engagement nachhaltige Verbesserungen für Frauen bewirkt hat und bis heute Einfluss auf die Frauen- und Gleichstellungspolitik in Österreich hat.

  • Der Einfluss von Metal-Musik auf die Popkultur Mit speziellem Fokus auf Black Sabbath Matilda Grgurin Abstract

    In dieser künstlerischen ABA befassen wir uns mit dem Thema Metal-Musik und wie diese die Popkultur geprägt hat. Nach der Einleitung werden die Wörter Metal-Musik, Popkultur und Metalhead definiert, da diese für die Arbeit essenziell sind und des Öfteren vorkommen. Nach der Definition konzentrieren wir uns auf die Geschichte der Band Black Sabbath und wie durch sie das Genre Metal entstanden ist. Hierzu habe ich ein Graphic Novel zu der Schlafparalyse des Bassisten Terry Butler (Geezer) gezeichnet. Dabei habe ich den Prozess, wie ich beim Zeichnen vorging, dokumentiert. Daraufhin erkläre ich den Begriff Heavy Metal und gebe seine musikalischen Einflüsse wieder. Danach werden die Hintergrundgeschichte und Bedeutung des Handzeichens der Hörner und der Person, die diese popularisiert hat, beleuchtet. Nach diesem Punkt werden verschiedene Metal-Genres vorgestellt, die von besonderer Wichtigkeit bei der Entwicklung der Metal-Musik und Popkultur sind. Zeichnungen und Collagen in Form von Plakaten zeigen Unterschiede zwischen den Genres. Abschließend werden die Vorwürfe und Verbote, die mit der Metal-Musik zusammenhängen, angesprochen, sowie der Einfluss dieser Musikrichtung auf Hörer*innen. Das Fazit gibt das Ergebnis, welches ich durch die ABA erlangt habe, wieder.

  • Alltagsroutinen: Umgang und Prägung von Routinen in Jugend und Alter Hannah Harborth Abstract

    Die vorliegende Arbeit zeigt auf, wie relevant Rou8nen für einen konzentrierten (Schul-)Alltag sind. Um diesen Zusammenhang zu erläutern, wird anfangs der Begriff Rou8ne definiert und im Kontext der Fragestellungen, wie eine Rou8ne aufgebaut wird und wie man diese gestalten sollte, näher erläutert. Mit einer Umfrage, die im Rahmen der Ausarbeitung durchgeführt wurde, sowie Interviews mit einer Volksschullehrerin und einer Schulpsychologin, konnte der Fokus im Folgenden auf den Schulalltag gelegt werden. Ziel der vorliegenden Studie ist zum einen die Situa8on der Kinder zuhause mit jener in der Schule einzuordnen und zu vergleichen. Zum anderen sollen die Veränderungen aufgezeigt werden, die diese Strukturen durchlaufen, wenn Kinder älter und selbstständiger werden. Bei der abschließenden Auswertung dieser Entwicklung liegt ein besonderer Schwerpunkt auf dem Einfluss des Smartphones auf die Rou8nen des Alltags. Da die Nutzung von Social Media große Bereiche des Alltags beeinflusst, ist diese Entwicklung auch in den alltäglichen Strukturen der Schüler und Schülerinnen bemerkbar.

  • Finanzierung von Startups Crowdfunding vs. Venture Capital Maximilian Kogler Abstract

    Die Finanzierung stellt für viele Startups eine zentrale Herausforderung dar, insbesondere in der Gründungsphase. Neben klassischen Bankkrediten haben sich in den letzten Jahren alternative Finanzierungsformen etabliert, die im Zuge der Digitalisierung zunehmend an Bedeutung gewinnen. Diese Arbeit beschäftigt sich mit den Finanzierungsformen Crowdfunding und Venture Capital und verfolgt das Ziel, deren Funktionsweise, Chancen und Grenzen darzustellen sowie miteinander zu vergleichen. Dabei soll aufgezeigt werden, welche Bedeutung diese Finanzierungsmodelle für junge Unternehmen haben. Im theoretischen Teil der Arbeit wird zunächst Crowdfunding im Zusammenhang mit der digitalen Entwicklung der Finanzbranche erläutert. Dabei werden zentrale Begriffe, beteiligte Akteure sowie die wichtigsten Finanzierungsmodelle dargestellt. Anschließend wird Venture Capital als Form der Beteiligungsfinanzierung beschrieben. Der Fokus liegt hierbei auf den Anforderungen von Investoren, dem Ablauf einer Finanzierung sowie auf Mitwirkungs- und Kontrollrechten. Ergänzend dazu wird auf die Unterscheidung zwischen Innen- und Außenfinanzierung eingegangen, um die verschiedenen Möglichkeiten der Kapitalbeschaffung in einen größeren wirtschaftlichen Kontext einzuordnen. Der empirische Teil der Arbeit basiert auf Interviews mit einem Gründer und einem Investor. Die Auswertung dieser Interviews ermöglicht einen Vergleich der Perspektiven von Kapitalnehmern und Kapitalgebern und liefert praxisnahe Einblicke in Entscheidungsprozesse, Herausforderungen bei der Kapitalbeschaffung sowie unterschiedliche Einschätzungen zu Crowdfunding und Venture Capital. Die Ergebnisse zeigen, dass Venture Capital vor allem für wachstumsorientierte Startups als professionelle Finanzierungsform wahrgenommen wird, während Crowdfunding häufig kritisch betrachtet und eher als Marketinginstrument eingeordnet wird. Insgesamt verdeutlicht die Arbeit, dass die Wahl der Finanzierungsform maßgeblich von den Zielen, dem Geschäftsmodell und der Entwicklungsphase eines Startups abhängt und einen wesentlichen Einfluss auf dessen langfristige Entwicklung haben kann.

  • Die neurobiologischen Grundlagen der Sucht: Wie das Gehirn auf Drogenabhängigkeit reagiert Lorena Lazarevic Abstract

    Die vorliegende Arbeit zeigt auf, wie sich Drogenabhängigkeit auf das Gehirn auswirkt und welche Prozesse dafür verantwortlich sind. Um dies besser zu veranschaulichen, wurden anfangs die Strukturen und der Aufbau des Gehirns näher erklärt und im Kontext der Fragestellungen, welche Gehirnareale von strukturellen Veränderungen betroffen sind, genauer erläutert. Mithilfe eines 3-wöchigen Gruppenexperimentes/Social-Media-Entzugs, welches im Rahmen dieser abschließenden Arbeit durchgeführt wurde, konnte eine Entzugssituation simuliert und mit der Drogenabhängigkeit verglichen werden. Zusätzlich wurde ein Interview mit einem Medienpädagogen und Digital Coach durchgeführt, um weitere Einblicke in dieses Thema zu erhalten. Zur Beantwortung obiger Fragen wurde ebenfalls eine Fachliteratur analysiert. Ziel der Arbeit ist es, die Mechanismen der Suchtentwicklung zu erläutern und die neuronalen Auswirkungen zu erörtern. Zusätzlich dazu werden diese Erkenntnisse mit dem Social-Media-Entzug verglichen. Abschließend werden Gemeinsamkeiten zwischen Drogenabhängigkeit und übermäßiger Smartphone-Nutzung aufgezeigt.

  • Simultane Bi- und Multilingualität und deren Einfluss auf das spätere Sprachverhalten, basierend auf Interviews mit mehrsprachig aufgewachsenen Personen Christopher Schopf Abstract

    In meiner Arbeit untersuche ich den Einfluss simultaner Bi- und Multilingualität auf das spätere Sprachverhalten. Ziel ist es, zu analysieren, wie sich das frühkindliche Aufwachsen mit zwei oder mehr Sprachen auf deren Gebrauch, die Sprachkompetenz sowie die subjektive Wahrnehmung von Mehrsprachigkeit auswirkt. Zur Beantwortung der Forschungsfrage wurde der qualitative Ansatz des leitfadengestützten Interviews gewählt. Durch Gespräche mit simultan mehrsprachigen Personen und einer Sprachwissenschaftlerin kann eine fundierte Analyse der verschiedenen Faktoren gewährleistet und gleichzeitig auf individuelle Merkmale und Besonderheiten eingegangen werden. Den Ansporn zur Wahl dieses Themengebiets gab meine persönliche Situation, simultan bilingual aufgewachsen zu sein. Somit konnte ich nicht nur neue Erkenntnisse im Rahmen dieser Arbeit gewinnen, sondern mich auch mit Personen über ihre Sprachsituation austauschen und die Bedeutung eines wertschätzenden Umgangs mit frühkindlicher Mehrsprachigkeit aufzeigen und unterstreichen.

  • Parallelen und Unterschiede bei der Figur des Drachen in mittelalterlichen Mythologien Ella Stöger Abstract

    Die vorliegende Arbeit untersucht die literarische Darstellung der Figur des Drachen in mittelalterlichen Mythologien sowie den Wandel ebendieser im Laufe dieser Epoche. Hierbei wird vorerst der Begriff „Drache“ genauer definiert und im Zuge dessen werden auch seine Ursprünge vor dem Mittelalter beleuchtet. Schließlich wird der Fokus auf sechs ausgewählte Werke mit unterschiedlicher zeitlicher und räumlicher Einordnung gelegt: das Beowulf-Epos, die Heldenlieder der älteren Edda, die Volsunga- Saga, das Nibelungenlied, die Legenda aurea und das Lied vom Hürnen Seyfrid. Diese werden im weiteren Verlauf analysiert und im Hinblick auf die Drachenfigur verglichen. Im Mittelpunkt stehen hierbei besonders Aspekte wie äußeres Erscheinungsbild, Vorgeschichte, Sprachfähigkeit oder weitere besondere Fähigkeiten. Dadurch zeichnet sich die Entwicklung von einer eindeutig bösen, oft eher primitiven Randfigur, welche weder Namen noch Biografie besitzt, in einen faszinierenden Gegenspieler ab, welcher eine zentrale Rolle in der Handlung einnimmt und beinahe nachvollziehbar agiert.

  • Hintergründe und Folgen des Völkermords in Srebrenica Ermin Sulejmanovic Abstract

    Abstract Die folgende Arbeit beschäftigt sich mit den Hintergründen des Genozids in Srebrenica und dessen Folgen. Die Abschließende Arbeit behandelt die Fragen „Was waren die Kriegsmotive von serbi- scher Seite?“, „Wie war der Ablauf?“, „Inwiefern hat das Versagen der UNO eine Rolle ge- spielt?“, „Wie wurde international auf die Kriegshandlungen reagiert?“ und „Welche Fol- gen hatte der Krieg für die Zivilbevölkerung Srebrenicas?“ Dabei werden Literatur- und Internetquellen herangezogen, um schrittweise jeden Punkt genauer zu erläutern, wichtige Begriffe zu definieren, über die wichtigsten Ereignisse wie die Vorgeschichte, den Ablauf und die Handlungen während des Genozids oder die Auf- arbeitung von diesem zu berichten. Außerdem wurde ein Interview mit Hasan Hasanovic verwendet, welcher den Völkermord überlebte. Unter anderem schrieb er Bücher über seine Erlebnisse, zog nach den Kriegsjahren wieder zurück nach Srebrenica und ist heute Kurator der Völkermord-Gedenkstätte in Potocari und leitet dort ein Oral-History-Projekt. Zudem war ich im Rahmen meiner Arbeit in Srebrenica, um mir ein persönliches Bild zur Gedenkstätte zu machen und habe meine Eindrücke in Fotos dokumentiert, die ich an dieser Stelle ebenfalls als Quelle nutzen konnte.

  • Die ersten Schritte im Bau eines Streichinstruments 100 Arbeitsstunden für einen Zargenkranz nach Antonio Stradivaris Stauffer ex Cristiani Bastian Winnecke Abstract

    Diese Arbeit beschreibt den Prozess des Baus eines Zargenkranzes nach dem Violoncello Stauffer ex Cristiani. Es werden die nötigen Arbeitsschritte beschrieben, um mit dem Bau beginnen zu können, ihn durchzuführen und ihn abzuschließen. Außerdem werden die Hintergründe rund um die Entstehung des Stauffer ex Cristiani beleuchtet, darunter fallen die Maße, das von Stradivari gewählte Holz und der geschichtliche Hintergrund, in dem es gebaut wurde. Doch auch die Geschichte des Cellos Jahre nach seiner Fertigstellung und ebenso jene seiner prominenten Besitzer spielen eine nicht unwesentliche Rolle. Somit wird sowohl die Frage nach dem „Mythos“ Stauffer ex Cristiani beantwortet als auch die eigentlich zentrale Frage, ob es überhaupt möglich ist, als Laie ein Cello zu bauen. Es wird klar, dass man als Laie in vielen Bereichen erhebliche Abstriche, darunter fallen vor allem die Qualität und die Effizienz, machen muss, es allerdings durchaus möglich ist, an sein gesetztes Ziel zu gelangen. Weiters verdeutlicht diese Arbeit, dass es sich für einen Musiker durchaus lohnt, sich mit seinem Instrument in dieser Weise zu beschäftigen.

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